VITA Magazin
1-2021
15/19

Gewichtszunahme im Alter – was tun?

Frauen und Männer ab etwa 50 Jahren klagen häufig über eine ständige Gewichtszunahme, obwohl sie nicht mehr essen als früher. Was kann jetzt helfen?

Wird der Mensch älter, verlangsamt sich sein Fettstoffwechsel. Die Folge: eine Gewichtszunahme – und das, obwohl die oder der Betroffene vielleicht gar nicht mehr isst oder auch weniger Bewegung hat. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass Probanden, die im Alter ihre Kalorienaufnahme nicht reduziert hatten, innerhalb von zehn Jahren durchschnittlich 20 Prozent an Körpergewicht zulegten.

Warum werden wir im Alter dicker?

Ein wichtiger Grund für die Gewichtszunahme im Alter liegt in den Muskeln. Sie verbrauchen besonders viel Kalorien. Nimmt ihre Masse mit dem Älterwerden ab, sinkt auch der Grundumsatz – der Körper verbrennt weniger Kalorien und speichert den Überschuss als Fett. Bei der Beurteilung des eigenen Gewichts hilft der sogenannte Body-Mass-Index (BMI), der zum Beispiel mit Hilfe von BMI-Rechnern im Internet bestimmt werden kann. Als normal gilt ein Wert bis 24,9. Bei einem Wert von 25 bis 29,9 liegt ein Übergewicht vor, bei einem BMI ab 30 eine Fettsucht.

Wie kann das Wohlfühlgewicht gehalten werden?

Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Ihre Basis sollten Vollkornprodukte und viel Gemüse sein – ergänzt durch Fisch, Milchprodukte, fettarmes Fleisch und Obst. Sogenannte Transfettsäuren, wie sie zum Beispiel in Keksen, Kuchen, Schokolade, Chips oder frittierten Speisen vorkommen, sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Das Gleiche gilt für gesättigte Fettsäuren, die in fettem Käse, Wurstwaren oder vielen Fertigprodukten stecken. Ganz wichtig: Bleiben Sie in Bewegung! Wer sich nur schwer dazu überwinden kann, Sport zu treiben, sollte sich einer Gruppe anschließen. Gemeinsam macht das Training gleich viel mehr Spaß!