VITA Magazin
1-2021
9/19

Tabuthema Inkontinenz. Was kann helfen?

Harninkontinenz ist bei älteren Menschen ein weitverbreitetes Problem. Etwa 30 Prozent aller über 65-jährigen leiden daran.

Der Leidensdruck bei einer Inkontinenz ist häufig groß: Die Angst vor peinlichen Situationen beeinträchtigt den Alltag vieler älterer Menschen. Die Zeit zwischen dem ersten Harndrang und dem Zeitpunkt, wo dann wirklich dringend die Toilette aufgesucht werden muss, wird bei ihnen immer kürzer: Manche schaffen es nicht mehr rechtzeitig. Typisch ist auch eine sogenannte Belastungsinkontinenz, unter der vor allem Frauen leiden: Sie verlieren beim Husten oder Lachen tröpfchenweise Urin.

Training hilft

Eine wichtige Bedeutung bei der Behandlung einer Inkontinenz hat der Beckenboden: Dabei handelt es sich um eine Platte aus Bindegewebe und Muskeln, die das Becken nach unten abschließt und die Eingeweide an ihrem Platz hält. Wird der Beckenboden gezielt trainiert, kann sich die im Alter schlaffer gewordene Muskelpartie wieder kräftigen. Für das Training gibt es verschiedenste Möglichkeiten – Betroffene sollten sich dabei von kompetenten Physiotherapeut*innen anleiten lassen. Entscheidend ist, dass regelmäßig trainiert wird: Ohne Training verschlechtert sich die Inkontinenz sehr schnell wieder.      

Hilfsmittel aus der Apotheke

Spezielle Inkontinenzvorlagen können dabei helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Eine Beratung darüber, welches Produkt sich für die eigenen Bedürfnisse am besten eignet, ist hilfreich. Die Kosten für Hilfsmittel bei Inkontinenz werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Ob Vorlagen, Medikamente oder Beckenbodentraining: Betroffene müssen ihren eigenen Weg finden, um mit der Inkontinenz zurechtzukommen. In den meisten Fällen kann die Situation deutlich erleichtert werden.

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