VITA Magazin
1-2021
9/19
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Levothyroxin

Levothyroxin, kurz L-Thyroxin, ist ein Schilddrüsenhormon und wird zum Beispiel zur Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion verordnet

Die Schilddrüsenunterfunktion ist in Deutschland sehr verbreitet: Etwa jeder Zehnte ist davon betroffen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion soll das L-Thyroxin die fehlenden Schilddrüsenhormone ersetzen – zudem wird es auch häufig verschrieben, um nach einer OP an der Schilddrüse einem Kropf vorzubeugen.

Was bewirkt Levothyroxin? 

Das als Medikament eingenommene L-Thyroxin steigert den Energieumsatz im Körper, kurbelt die Wärmebildung an und beeinflusst die Funktionen von Herz, Leber und Muskeln. Außerdem regt es den Fettabbau an.

Bei richtiger Dosierung treten in der Regel kaum Nebenwirkungen auf. Oft ist es jedoch nicht einfach, die richtige Wirkstärke zu finden. Bei einer zu hohen Dosierung kann es zu Schlaflosigkeit, Herzklopfen oder Kopfschmerzen kommen – auch übermäßiges Schwitzen, innere Unruhe oder Magen-Darm-Beschwerden können so verursacht werden.

Weniger ist manchmal mehr

Zu Beginn sollte L-Thyroxin erst einmal sehr vorsichtig dosiert werden. Die Schilddrüsenwerte müssen vom Arzt dann häufig kontrolliert und die Dosis den dabei ermittelten Werten angepasst werden. Sie ergibt sich zum Beispiel aus dem Körpergewicht, dem Alter und bestimmten Vorerkrankungen – bis die richtige Dosis gefunden ist, können durchaus einige Wochen vergehen.

Mit bestimmten Wirkstoffen und Lebensmitteln kann Levothyroxin Wechselwirkungen eingehen. Milch zum Beispiel behindert die Aufnahme von L-Thyroxin im Darm – dasselbe gilt für Kalziumtabletten und Eisenpräparate. Kortison, Hormone zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden, Betablocker oder die Pille können die Wirkung  von Levothyroxin einschränken.