VITA Magazin
2-2021
15/19

Typisch Wechseljahre: Gelenk- und Muskelschmerzen

Gelenk- und Muskelschmerzen kommen im Klimakterium häufig vor. Oft treten sie in den Fingern, den Beinen oder auch diffus am ganzen Körper auf



Unsere Gelenke und Muskeln sorgen für Beweglichkeit und Stabilität – sie leisten jeden Tag harte Arbeit. 


In den Wechseljahren verlieren sie an Geschmeidigkeit und Flexibilität, was sowohl mit einem natürlichen Altersverschleiß zusammenhängt, als auch mit einem sinkenden Östrogenspiegel. Östrogen versorgt die Gelenkhäute und das darum herumliegende Bindegewebe mit Flüssigkeit. Sinkt die Östrogenkonzentration, wird beides schlechter durchblutet und damit unbeweglicher. Auch bei altersbedingten Erkrankungen wie Arthrose (Gelenkverschleiß) oder Osteoporose (Knochenschwund) spielen die Hormone eine Rolle. 


Wann treten die Schmerzen auf?


Gelenk- und Muskelschmerzen können sich in jeder Phase der Wechseljahre bemerkbar machen. Am häufigsten treten sie jedoch in der Postmenopause auf, der letzten Phase der Wechseljahre. 40 Prozent aller Frauen leiden daran.


Was kann helfen?


Gegen die Beschwerden lässt sich etwas tun: Eine bewusste Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie ein Verzicht auf Nikotin und Alkohol können dazu beitragen, dass Gelenk- und Muskelschmerzen gar nicht erst entstehen. Je mehr Sport Frauen in den Wechseljahren treiben, desto besser: Gelenkschonende Sportarten wie Fahrradfahren, Nordic-Walking, Wassersport oder ein klassisches Muskelaufbautraining eignen sich besonders gut. Ansonsten gilt: Statt den Aufzug zu nutzen, lieber die Treppe nehmen, statt  mit dem Bus zu fahren, lieber mal zu Fuß gehen. In schweren Fällen können von Ärzt:innen auch Hormonersatztherapien verschrieben werden. Die Gabe fehlender Hormone kann Gelenk- und Muskelschmerzen deutlich lindern.