VITA Magazin
3-2020
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Was kann ich tun?

Viele Frauen haben damit zu kämpfen: Wassereinlagerungen kommen bei zwei Dritteln aller Schwangerschaften vor


Das letzte Schwangerschaftsdrittel kann ganz schön beschwerlich sein! Neben der ungewohnten Leibesfülle bemerken zahlreiche Frauen, dass plötzlich Ringe an den Fingern zu eng sind oder die Schuhe auf einmal nicht mehr passen. 


Der Grund dafür sind Wassereinlagerungen – medizinisch als Ödeme bezeichnet. Verursacht werden sie durch Hormone, die dafür sorgen, dass die Blutgefäße durchlässiger werden und Wasser austreten lassen, das sich dann im Bindegewebe einlagert. Sichtbar sind die Einlagerungen vor allem in den Beinen und Füßen, im Gesicht und an den Händen. Warmes Sommerwetter kann den Effekt noch verstärken.

Normalerweise sind  Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft harmlos – nach der Geburt bilden sie sich wieder zurück. Wenn jedoch weitere Symptome dazukommen, sollten werdende Mütter ihren Frauenarzt konsultieren. 


Dazu zählen

  • ein erhöhter Blutdruck
  • eine Gewichtszunahme von mehr als einem Kilo pro Woche im letzten Schwangerschaftsdrittel
  • ein Nachweis von Eiweiß im Urin
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel, Sehstörungen oder Ohrensausen

Damit eine Schwangerschaftsvergiftung ausgeschlossen werden kann, unter der immerhin drei bis fünf Prozent aller werdenden Mütter leiden, wird der Arzt eine Untersuchung vornehmen.Kann man vorbeugen?

Schwangere sollten sich regelmäßig bewegen, damit der Kreislauf in Schwung bleibt und Flüssigkeit abtransportiert werden kann. Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen! Vorsicht vor Hitze – sie kann dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße noch mehr weiten. Bei Wassereinlagerungen in den Beinen hilft es, diese für 20 bis 30 Minuten hochzulegen. Stützstrümpfe, die tagsüber getragen werden, verhindern, dass Blut sich in den Beinen sammeln kann.

Lies hier, welche Impfungen vor der Schwangerschaft vorgenommen werden sollten