VITA Magazin
3-2021
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Ramipril

Ramipril wird häufig bei einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder bei einem Bluthochdruck angewendet. Der Wirkstoff ist in vielen Medikamenten enthalten.

Ramipril ist ein ACE-Hemmer und damit ein Stoff, der die Regulation des Blutdrucks unterstützt. Wird das körpereigene ACE gehemmt, setzt der Körper geringere Mengen des Hormons Angiotensin II frei, das die Blutgefäße verengt und den Blutdruck damit nach oben treibt. Die Nieren scheiden nach der Einnahme von Ramipril darüber hinaus weniger Wasser aus: Das trägt zusätzlich dazu bei, die Blutdruckwerte zu senken. Außer zur Senkung des Blutdrucks wird Ramipril zum Beispiel zur Vorbeugung von Herzinfarkten, bei einem erhöhten Schlaganfallrisiko und bei bestimmten Nierenerkrankungen eingesetzt.
 
Wie wendet man Ramipril an?

Ramipril gibt es in Deutschland ausschließlich in Form von Tabletten: Der Wirkstoff ist in jeder Dosierung verschreibungspflichtig. Das Medikament ist nicht an Mahlzeiten gebunden und muss immer zur gleichen Tageszeit eingenommen werden. Wird der Blutdruck damit nicht in ausreichendem Maß gesenkt, kann das Mittel auch mit anderen Medikamenten wie Diuretika (entwässernde Mittel) oder Kalziumkanalblockern kombiniert werden. Schwangere und Stillende sowie Menschen, die sich einer Nierentransplantation unterzogen haben, die an Diabetes oder einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, sollten das Ramipril nicht einnehmen.
 
Gibt es Nebenwirkungen?
In einer niedrigen Dosierung gilt Ramipril als gut verträglich. Generell können ACE-Hemmer jedoch einen trockenen Reizhusten verursachen – selten treten auch Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschläge, Schwindel, Nierenfunktionsstörungen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit auf. 

Patienten mit Fragen zu diesem Wirkstoff können sich in der VITA-Apotheke beraten lassen