VITA Magazin
4-2020
6/19

Welche Rechte habe ich jetzt?

Erwartet eine Frau ein Kind, muss das Unternehmen, in dem sie arbeitet, ihre körperliche Belastung im Betrieb anpassen. Tätigkeiten, die Risiken bergen, sind  jetzt gänzlich untersagt.


Schwangere Frauen sind im Beruf durch das Mutterschutzgesetz geschützt: Dieses beinhaltet unter anderem flexiblere Arbeitszeiten, mehr Ruhephasen und mehr Mitspracherecht. Auch Benachteiligungen wie zum Beispiel eine Kündigung sollen laut Gesetz verhindert werden.

Das Mutterschutzgesetzt gilt für alle werdenden Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen – egal ob sie in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind, noch in der Ausbildung stehen oder auch zuhause arbeiten.

Was beinhaltet das Mutterschutzgesetz?

Werdende Mütter haben einen rechtlich verankerten Anspruch auf den Schutz ihrer Gesundheit und eine Gleichstellung am Arbeitsplatz. Auch dürfen sie bis vier Monate nach der Entbindung nicht gekündigt werden. 

Ab dem Zeitpunkt von sechs Wochen vor dem Stichtag, dem vom Frauenarzt errechneten Tag der Geburt, dürfen Schwangere nicht mehr arbeiten: Dieses Beschäftigungsverbot gilt bis acht Wochen nach der Entbindung. Für Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft sowie für Stillzeiten in den ersten zwölf Lebensmonaten des Babys sind die Frauen von der Arbeit freigestellt. Ebenfalls nicht zulässig sind Nachtarbeit sowie Sonn- und Feiertagsarbeit. Lediglich für bestimmte Branchen, zum Beispiel in der Gastronomie, gibt es hier Ausnahmen. 

Was muss der Arbeitgeber tun?

Betriebe sind dazu verpflichtet, eine Gefährungsbeurteilung zu liefern – also jede Tätigkeit auf Risiken für schwangere oder stillende Frauen zu überprüfen. Sollten diese bestehen, kann das für schwangere Angestellte eine Umgestaltung ihrer täglichen Arbeitsleistung bedeuten. Im Extremfall muss auch ein Wechsel des Arbeitsplatzes innerhalb des Unternehmens in Erwägung gezogen werden.


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