VITA Magazin
4-2020
9/19

Mein Blutdruck ist zu hoch. Was tun?

Bluthochdruck (Hypertonie) im höheren Lebensalter ist weit verbreitet: In Deutschland leiden 50 Prozent aller Menschen über 65 Jahren daran. Man kann jedoch etwas dagegen tun

Im Alter verlieren unsere Blutgefäße an Elastizität – damit nimmt auch das Risiko für Bluthochdruck zu. Eine Ursache für den Bluthochdruck sind unsere Lebensgewohnheiten: So wurde beobachtet, dass dieser zum Beispiel bei Angehörigen von Naturvölkern auch im sehr hohen Alter nur selten vorkommt.

Eine Blutdruckmessung liefert zwei Werte: einen oberen und einen unteren. Bei älteren Menschen liegt der untere Wert typischerweise im Normbereich und der obere Wert deutlich zu hoch: Mediziner sprechen in diesem Fall von einer isolierten systolischen Hypertonie. Idealerweise sollte der obere Blutdruckwert unterhalb von 140 mmHg liegen. Ab 80 Jahren dürfen es pro Lebensjahrzehnt noch einmal 10 mmHg mehr sein.

Warum entsteht ein Bluthochdruck?

Neben im Alter immer starrer gewordenen Blutgefäßen sind auch jahrelanges Rauchen und eine salz- und fettreiche Ernährung die Ursache für einen Bluthochdruck. Er kann sich in Kopfschmerzen, schweren Erschöpfungszuständen, Schwindel und Depressionen äußern – zeigt oft jedoch auch keine Symptome und bleibt daher oft lange unbemerkt. Langfristig ist er gefährlich, weil er Arteriosklerose und Herzinfarkte begünstigt. 

Den Blutdruck im Auge behalten

Ab 60 Jahren sollte der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden. Mit einem Messgerät kann das ganz einfach zu Hause erfolgen: Der Blutdruck sollte möglichst im Sitzen gemessen werden. Hilfreich ist ein Tagebuch, in das die Messwerte eingetragen werden – so können Abweichungen und Tendenzen problemlos erkannt werden. Wer kein eigenes Blutdruckmessgerät besitzt, kann seinen Blutdruck auch in der Apotheke messen lassen – die VITA Apotheke und viele andere Apotheken bieten diesen Service kostenlos und ohne lange Wartezeiten an.

Wie senkt man seinen Blutdruck?

Ist der Blutdruck zu hoch, sollte zunächst immer der Hausarzt konsultiert werden. Er entscheidet, welche Mittel sich am besten dafür eignen, den Blutdruck zu senken. Häufig werden sogenannte ACE-Hemmer und Entwässerungsmittel eingesetzt, die dann in der Regel auch dauerhaft eingenommen werden müssen. Zur Unterstützung der Therapie ist es sinnvoll, auf eine gesunde und salzarme Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten.

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